Biographische Filmtherapie: Den roten Faden sichtbar machen

Auf der Suche nach dem roten Faden, der sich durch ihr Leben zieht, fragen Klienten oft: “Warum ist das bei mir so, warum reagiere ich so – worunter leide ich eigentlich, warum wiederholen sich Themen in meinem Leben immer wieder, wie komme ich da raus, wie kann ich ein Anderer werden und was ist der Sinn meines Lebens, was suche ich eigentlich?”

Wie Mensch zu dem geworden ist, der er heute ist – sich zu verstehen und einen guten Stand im eigenen Leben und in den Beziehungen zu anderen Menschen zu finden, darum geht es in der Praxis von Friederike Damerau.

Die filmische Dokumentation der Erzählung einer Lebensgeschichte dient als Grundlage für die weitere therapeutische Arbeit. Sehr aufschlussreich ist es, die Körpersprache, den emotionalen Ausdruck, die Komposition des Textes, die Strukturierung durch Pausen zu betrachten. Unbewusstes Geschehen kann so bewusst werden.

Durch den Filmschnitt kann das aufgenommene Material auch eine selbstbestärkende Dimension erhalten. Der Klient begegnet sich in den folgenden Therapiesitzungen in ungewohnter Weise: Er kann sich selber neu kennen und verstehen lernen in der Inszenierung seines Welt- und Selbstverständnisses.

Der therapeutische Prozess beinhaltet auch Körperarbeit, kommunikative und interaktive Prozesse, eine Perspektive über mehrere Generationen und die Vermittlung von psychologischem Wissen - orientiert an der biographischen Darstellung und den aktuellen Lebensereignissen.

Die Einzelarbeit wird durch die Möglichkeit ergänzt, an einer Gruppe teilzunehmen. Mittels Rollenspiel und systemischen Aufstellungen können hier ausgewählte Szenen der Biographie im gruppentherapeutischen Rahmen bearbeitet und zur Lösung geführt werden.

Mehr dazu auf www.damerau-hp.de